Die Pflege der Gartenscheren
Die Schweizer Firma
Felco produziert
Gartenscheren mit Aluminiumgriff und Schneiden aus bestem Kohlenstoffstahl.
Die Scheren gelten als unverwüstlich und man bekommt alle Ersatzteile bis zum kleinsten Schräubchen nach. Einer unserer
Kunden benutzt seine Felco seit über 50 Jahren und setzt nur alle 10 - 15 Jahre eine neue Klinge ein.
Die Felco Scheren schneiden ausgesprochen präzise, bleiben lange scharf und liegen wegen ihres geringen Gewichtes
und der ergonomisch geformten Griffe sehr gut und leicht in der Hand. Alle Gartenscheren von Felco haben an der
Klingenbasis eine kleine Kerbe, die dem Schneiden von Bindedraht dient, damit die Schneide selbst nicht dazu missbraucht
und dadurch schartig wird.
Wer es nostalgischer mag, für den sind diese Gartenscheren die richtige Wahl. Schon seit über 150 Jahren galt “
Kunde & Söhne, Dresden” als der Inbegriff für Qualität, wenn es um gärtnerische Schneidwerkzeuge ging.
Kunde-Scheren waren
bereits um 1900 technisch absolut ausgereift. Dies betraf sowohl die patentierte Muttersicherung
als auch den unten liegenden Verschluss, der Blutblasen am Handballen vermeidet. Zudem gewährleistet die Zweischneidigkeit
der Klingen einen absolut sauberen Schnitt. Die Scheren sind vollständig aus Stahl geschmiedet und deshalb unglaublich
robust. Obwohl sie schwerer als die Gartenscheren mit Aluminiumgriff sind, liegen sie dennoch sehr gut in der Hand,
zumal es sie auch in unterschiedlichen Größen gibt (die kleinen Modelle haben ebenfalls die Klingenkerbe zum Draht
abschneiden). Die Scheren haben einfach die Ausstrahlung und Qualität von “Opas Gartenschere”.
Gartenscheren in “Kunde - Dresden” - Tradition
Die Vielfalt der Gartenscheren
Auch die beste Schere bleibt nicht ewig scharf und benötigt wenigstens ein Minimum an Pflege. Zumindest alle 2 Jahre,
je nach Beanspruchung, sollte die Schere zerlegt, gereinigt und mit
Ballistol geölt werden, weil sich zwangsläufig
Pflanzensaft und Schmutz in den Gelenken ablagern. Auch die Klinge sollte regelmäßig nachgeschärft werden, am besten von
Hand, wofür sich
Abziehsteine, kleine Wetzstähle oder Hartmetallschärfer anbieten.
Weitere Gartenscheren
aus unserem Sortiment: kleines Gartenscheren-Set zur Stauden- und Blumenpflege oder für unterwegs,
eine kleine englische Rosenschere oder die Rosen-Präsentier-Schere, die das Abgeschnittene festhält etc..
Die Löwe-Scheren gehören
nicht wie “Felco” und “Kunde” zu den sogenannten Bypass-Scheren, bei
denen Klinge und Backe, bzw. Gegenklinge beim Schnitt aneinander vorbeigleiten, sondern es handelt sich um
Amboss - Scheren. Hierbei trifft die Klinge auf eine abgeflachte Unterlage, den Amboss und vollführt dabei einen
“ziehenden” Schnitt. Ganz besonders geeignet sind diese Gartenscheren deshalb für den herbst- und winterlichen Rückschnitt
von dickeren Ästen und Totholz. Auch sie sind ein Traditionsprodukt, das seit 1923 in nahezu unveränderter Form hergestellt
wird.
“Sécateur”, man hat dieses Instrument kürzlich erfunden, es hat zwei Klingen, die einen jungen Trieb fassen und ihn
sauber schneiden, sofern er nicht stärker als einen Finger ist. Es wird beim Sommerschnitt und bei der Weinrebe die Hippe
mit Vorteil ersetzen können....”
aus: Zandera, 51/ 52.
Was die Gartenscheren für Sammler so interessant macht, ist die fast unglaubliche Vielfalt an technischen Lösungen.
Sie betreffen alle Elemente der Schere: Klinge, Gelenk, Feder, Griff und Verschluss
und führen bisweilen zu kuriosen und häufig sehr schönen ästhetischen Ergebnissen. Während zum Beispiel heute fast
ausschließlich sogenannte Pufferfedern verwendet werden, gab es vor allem bei den frühen Modellen
Blattfedern: einteilig, zweiteilig, mit Gelenk, aufgerollt oder pinzettförmig und Spiralfedern.
Fast ebenso vielfältig ist die Konstruktion der Verschlüsse: vom einfachen Lederband bis zum gefederten
Schnappverschluss. Besonders schmerzhaft können dabei jedoch unpraktische Lösungen der unteren Griffenden sein: wenn sie zu
nahe beieinander stehen besteht die Gefahr, den Handballen bei der Arbeit einzuklemmen.
Die Griffe sind zuweilen ergonomisch geformt, aufwendig verziert oder mit Holz- oder Hornauflagen versehen.
Letzteres, damit bei Arbeiten in winterlicher Kälte die Schere angenehmer in der Hand liegt.
Die unterschiedlichen Klingenformen resultierten aus unterschiedlichen Arbeitsanforderungen an die Schere.
Einfachere Scheren hatten nur eine schneidende Klinge und eine stumpfe Gegenklinge, bei aufwändigeren Scheren war auch die
Gegenklinge schneidend ausgestaltet. Für dickere Äste waren sie papageienschnabelförmig, zur Traubenlese spitz ausgezogen.
Generell boten breitere Klingen länger die Möglichkeit nachzuschleifen. Bei sehr abgenutzten Scheren ist die schneidende
Klinge daher oft deutlich kürzer als die Gegenklinge.
Für gärtnerische Sonderarbeiten gab es sehr bald eine Vielfalt von Spezialscheren: Amboss-Scheren mit ziehendem Schnitt
waren v.a. für dickere Äste geeignet. Es gab Scheren zum Stecklings- bzw. Steckholzschnitt, Zapfenschnitt-Scheren,
Pflück- und Präsentierscheren mit Haltefunktion, Pinzierscheren, Ringelzangen etc..
Namhafte Marken wie “Dittmar”, “Kunde”, “Butters”, “Tina”, “Köller”,
“Raucherkopf”, “Löwe” etc., für die auch alte Warenkataloge existieren, stellen ein besonderes Sammelgebiet
dar.
Lit:
C.A. Wimmer, Zur Geschichte der Gartenschere.
In: Zandera, Mitteilungen aus der Bücherei des deutschen Gartenbaues e.V. Berlin, Bd. 20 (2005) Nr. 2, 50-78.
K.Götz, W. E. Hundbiss, Scharfe Sachen: Die Geschichte der gärtnerischen Schneidgeräte. Blühendes Barock Ludwigsburg 2005.
Paul Schütze, Handbuch der Gartengeräte, Mönchengladbach, 1926.
Jede Gärtnerin und jeder Gärtner braucht mindestens eine gute Schere für die
anfallenden Schneidarbeiten. Fast alle Gartenfreunde besitzen jedoch mehrere Scheren: die einen, weil sie für verschiedene
Zwecke verschiedene Werkzeuge bevorzugen, die anderen, weil sie erst einmal drei oder vier billige, schlechte Scheren
gekauft haben, bevor sie realisiert haben, dass gutes Werkzeug seinen Preis hat, aber eben auch “preiswert” im eigentlichen
Sinne des Wortes ist. Der Qualitätsunterschied ist zunächst nicht auf den ersten Blick erkennbar - es gibt zu viele optisch
vergleichbare Plagiate aus Fernost. Das Geheimnis der Qualität liegt nämlich in der Präzision der Verarbeitung und der
verwendeten Materialien. Für langlebige, hochwertige Gartenscheren bekommt man zudem auch nach Jahren noch alle Ersatzteile.
Fragen Sie einen Berufsgärtner, welche Gartenschere er benutzt, so werden sie sicherlich mindestens einen der folgenden
Namen immer wieder hören: Felco, Löwe, Kunde...
Zu Beginn war die Anwendung dieser Baumschere im Gartenbau sehr umstritten. Vielen Gärtnern war sie im Schnitt zu
“unsauber”, die Triebe wurden gequetscht und Rinde ausgerissen. Sie gaben wie zeit Urzeiten dem gebogenen Gartenmesser,
der Hippe, weiter den Vorzug. Allerdings fand die Gartenschere schnelle Verbreitung bei Korbflechtern und im Weinbau,
wo sie für den Rückschnitt der Ruten im Winter hervorragend geeignet war, weil die Verletzungsgefahr geringer und die
Schneidleistung höher war. Erst spätere technische Verfeinerungen, wie z.B. ein verbesserter Klingenschluss und damit ein
präziserer Schnitt führten dazu, dass das Werkzeug in Frankreich um 1840 allgemein in Gebrauch war. Ab 1850/ 60 fand die
Schere auch in Deutschland vor allem durch die pomologische Tätigkeit von Nicolas Gaucher und Eduard Lucas
weite Verbreitung.
Die Gartenschere, auch Rosenschere oder Baumschere genannt, ist jünger, als man gemeinhin glaubt.
In einem im Jahr 2005 erschienenen Artikel hat C. A. Wimmer überzeugend dargelegt, dass die Gartenschere im “modernen” Sinn
erstmals gesichert 1819 nachgewiesen werden kann: Im “Bon Jardinier”, einem französischen Gärtnerhandbuch wurde das
Gerät abgebildet und beschrieben. Als Erfinder gilt der französische Adelige Francois Marquis Bertrand - Molleville
(1744 - 1818), der 1792 während den französischen Revolutionswirren nach England floh und 1814 nach Frankreich
zurückkehrte. Ob er die Schere nun in England oder Frankreich erfunden hat, wird nicht mehr zu klären sein.
Tatsächlich werden auch in England diese Gartenscheren bis heute “sécateur” genannt, seltener “pruning shear”
(besonders kleinere Modelle).
Englische Gartengeräte, Werkzeuge, Gartenbedarf im Versand, Gartenantiquitäten
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