Gießkanne aus Ton
Gießkanne - englische Form
Gießkanne - französische Form
Werbeprospekt Schneider Gießkannen
Messingmarke Schneiderkanne
Schneider Gießkannen - Schneiderkannen
Leider werden die Schneiderkannen, die als Krönung der Gießkannen gelten und wegen ihrer unverwüstlichen Robustheit auch auf fast jedem Friedhof zu finden waren, seit 1989 nicht mehr von Schneider hergestellt. Trotz ihrer hervorragenden technischen Eigenschaften und ihrer ästhetischen Qualität waren sie dem Konkurrenzdruck der grünen Plastikkannen für DM 2,50 nicht mehr gewachsen, zumal auch die Qualität nicht nur preislich “ins Gewicht fiel”. Erst mit dem erneuerten zarten Aufblühen der Gartenkultur seit Ende der 1990er Jahre hat ein Umdenken eingesetzt.
Natürlich sind wir bemüht, immer eine möglichst große Auswahl an guten alten Gießkannen anbieten zu können. Wir haben immer mehrere Dutzend Kannen auf Lager, darunter auch weitere Marken wie “Steeb”, “Sulo”, “BAT” etc., die wir gereinigt und auf Dichtheit geprüft haben. Für Liebhaber haben wir auch Gießkannen, die den dekorativen Aspekt betonen (Farbe, Verzierungen, Kuriositäten, Einzelstücke). Da die Gewächshauskannen sehr selten und damit auch sehr teuer geworden sind, bieten wir zusätzlich eine neue Alternative aus dunkelgrünem Kunststoff an, die mit ihrer feingelochten Messingbrause die Anforderungen erfüllt. Sind Sie dagegen glücklicher Besitzer einer raren Gewächshausgießkanne von Schneider oder anderen Herstellern, dann freuen Sie sich bestimmt über unser Angebot an neuen feinen Ersatzbrausen aus Metall mit Messing-Gießplatte. Schöner aber auch kostspieliger als Kunststoffgießkannen sind natürlich die Metall-Gießkannen von Haws, die bis heute in England gefertigt werden und auch mit langen Gießrohren ausgestattet sind.
 
Weiterführende Lit.:
W. E. Hundbiss et al., Künstlicher Regen. Eine Annäherung an die Gießkanne. Kronburg - Illerbeuren 2002.
 
Besonders bei Sammlern gesucht sind natürlich die ältesten Kannen, sowie ausgefallene Größen, die entweder besonders klein (1,5 oder 4 Liter) oder besonders groß (13, 14, 15, 16 Liter) sind.
Ausgesprochen beliebt aber selten, sind natürlich auch die Spezialformen wie Gewächshauskannen oder Hängebrettkannen. Mit Füllmengen von 2,5 - 4,5 Litern und dem sehr langen Gießrohr, sind sie ausgesprochen handlich und die Löffelbrausen mit haarfeinem Sieb sind ideal für die Anzucht von Keimlingen. Das lange Gießrohr erlaubt auch ein Bewässern in den hinteren Bereichen des Pflanztisches, bei Balkonpflanzen oder Topfpflanzen in zweiter Reihe.
Die ältesten Kannen tragen geprägte Messingmarken, in der nächsten Generation ab etwa 1910 wurde die ovale Marke in das Stahlblech eingeprägt. Bis 1949 trugen sie den eingeprägten gebogenen Schriftzug “Schneiderkanne” und danach schließlich den gestreckten Schriftzug.
Die Schneider Gießkanne oder einfach  Schneiderkanne gilt als Inbegriff der nostalgischen Metall - Gießkanne. Die Firma Schneider produzierte diese vollverzinkten Gießkannen seit 1876 in Stuttgart - Feuerbach. Da sie sich im Laufe der Jahrzehnte sowohl formal veränderten als auch in zahlreichen Größenvariationen und Spezialformen hergestellt wurden, sind sie zu einem eigenen Sammelgebiet avanciert.
Unsere “heutigen” antiken Gießkannen aus Metall lassen sich generell zwei verschiedenen Grundformen zuordnen:
der sogenannten “Englischen Form” mit rundem Korpus, Querbügel und hinterer Handhabe und
der “Französischen Form” mit ovalem Korpus und durchgehendem Längsbügel.
Die eher unpraktische Form mit rundem Korpus und Querbügel ist möglicherweise auf die Entwicklung aus Eimern zurückzuführen. Die ovale Form ist dagegen eine konsequente Verbesserung der Gießkanne. Man kann die schweren Kannen leichter, weil näher am Körper tragen und man kann auch mit einer Hand gießen.
Die Gießkanne
“Die gute Schneiderkanne”
Gießkannen, wie wir sie heute kennen, kamen ab etwa 1850 allgemeiner in Gebrauch. Ältere Stücke sind ausgesprochen selten und museal. Nachweise für Gießkannen gibt es bereits seit Anfang des 18. Jhs.. Noch weiter zuvor wurde aus Töpfen, Kübeln, Kannen oder Krügen, die im Regelfall aus Ton waren, gewässert und es gab sogar spezielle Gießtöpfe mit durchlöchertem Boden.
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